Literaturempfehlung

Neurodiversität und Nicht-Monogamie

a couple of people sitting at a table with cups of coffee

In nicht-monogamen Beziehungsformen finden sich relativ häufig neurodivergente Menschen im Spektrum AD(H)S und Autismus. Alyssa Gonzalez, selbst autistische Trans-Frau, zählt Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen dazu. Sie beschreibt einfach und praxisnah, welche Fähigkeiten von neurodivergenten Personen Polyamorie erleichtern und mehr Freiheit bieten, aber auch solche, die offene Beziehungskonzepte erschweren. Dabei geht sie gezielt auf Eigenschaften wie Verträumtheit, Sachlichkeit, Masking, Bedürfnis nach klarer Kommunikation und people-pleasing ein und bietet kleine Alltagshilfen.

Das Buch regt zur eigenen Beobachtung an, benennt Herausforderungen und Möglichkeiten für neurodivergente Menschen, ohne dabei beurteilend oder pathologisierend zu sein.

Es ist ein kleines Taschenbuch von knapp 90 Seiten, in dem neurodivergente Menschen Hilfe und Verständnis finden, neurotypische Partner*innen verstehen können und Polyamorie als ein Weg benannt wird, der neurotypische Regeln dekonstruiert. Klare Leseempfehlung - vor allem, weil das Buch aus neurodivergenter Perspektive geschrieben ist und die neurotypische Betrachtung der Welt hinterfragt.