Stephanie Grosshardt
„Gemeinsam machen wir uns auf den Weg: Auf Augenhöhe, ehrlich, respektvoll und immer wieder laden wir Humor und Leichtigkeit ein."
Wechselmodell, Familienberatung — Online und vor Ort.
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Das Wechselmodell ist dann sinnvoll, wenn beide Elternteile eine gleichberechtigte und intensive Elternschaft leben wollen. Die Kommunikation der Eltern muss dazu überwiegend gut gelingen und der Abstand der Wohnsitze sollte nicht zu groß sein. Es braucht die Bereitschaft von beiden, die Care-Arbeit zu etwa gleichen Teilen zu übernehmen und es ist günstig, wenn beide über ein (ähnliches) Einkommen verfügen.
Das Wechselmodell entlastet beide Elternteile durch die paritätische Aufteilung der Care-Arbeit und ermöglicht beiden den Aufbau/die Pflege der Bindungsbeziehung zu den Kindern. Das kann sich sehr positiv auf die psychische Gesundheit der Kinder auswirken. Im Residenzmodell leidet die Beziehung zu einem Elternteil meist mit der Zeit.
Auf der anderen Seite kann der häufige Wechsel die Kinder herausfordern und phasenweise die Orientierung erschweren. Problematisch wird dies besonders in hochgradig konfliktbelasteten Familienbeziehungen. Dann kann ein festes Zuhause für das Kind/die Kinder wesentlich sinnvoller sein.
Eltern dürfen sehr kreativ und am Wohl der Kinder orientiert mit dem Wechselmodell experimentieren. Bei sehr jungen Kindern kann eine 50% Aufteilung und ein Wechsel von Woche zu Woche ungünstig sein. Dann sind eine phasenweise Aufteilung von 30% zu 70% oder kürzere Wechsel von 3 bis 4 Tagen sinnvoller. Allerdings ist die Gesetzgebung für das Wechselmodell noch nicht ausgereift. Aktuell akzeptieren Gerichte nur 50% Regelungen und steuerliche Vergünstigungen (Steuerklasse 2) gibt es nur für einen Elternteil. Eltern können sich aber auch außergerichtlich einigen.
Wenn es von einem Elternteil wenig Interesse an dem Kind/den Kindern bzw. wenig Bereitschaft zur Übernahme der Care-Arbeit gibt, wird es schwierig ein Wechselmodell unter Zwang umzusetzen. Hochstrittige Eltern sind ebenfalls keine gute Voraussetzung. Auch berufliche Verpflichtungen, ungünstige Arbeitszeiten oder ein Ortswechsel von einem Elternteil, können ein Wechselmodell erschweren.
Beratung und Begleitung beim Wechselmodell ist immer günstig. Es macht Sinn, wenn Eltern sich einigen und nicht auf eine Einigung vor Gericht setzen. Gerichte haben meist (z.B. bei finanziellen Fragen) andere Vorstellungen vom Wechselmodell und setzen auch mal Regelungen durch, die sich nicht für alle beteiligten Elternteile fair anfühlen. Hier kann unparteiische Paartherapie sehr hilfreich und unterstützend sein, um bei schwierigen Fragen zu moderieren. Darüber hinaus kann Paar- und Einzelberatung helfen (Trennungs-)Konflikte aufzuarbeiten, die ansonsten zu Loyalitätskonflikten bei den Kindern führen können. Eskalierende Konflikte zwischen den Eltern haben immer negative Auswirkungen auf die Kinder.
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