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man and woman holding hands

Mediation / Streitschlichtung

Mediation / Streitschlichtung — Online und vor Ort.

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur lösungsorientierten Streitschlichtung.

Fragen und Antworten

Wie hilft Mediation? Wie funktioniert eine Mediation?

Mediation findet in einer vertraulichen und unterstützenden Atmosphäre statt. Vertraulich bedeutet, dass die Aussagen in der Regel nicht vor Gericht verwendet werden dürfen, deswegen ist eine ehrlichere Kommunikation möglich. Mediation kann also die Kommunikation fördern und das Verständnis der Konfliktparteien füreinander erhöhen. Der*die Mediator*in hilft dabei, bessere Kommunikationsstrategien zu wählen und die bisherigen Muster zu unterbrechen. Die streitenden Parteien können gemeinsam Lösungen erarbeiten, die anschließend meist schriftlich festgehalten werden.

Diese Art von Streitschlichtung ist also eine Alternative zu gerichtlichen Verfahren, in der die Beteiligten aktiv Verantwortung für eine Lösungsfindung übernehmen. Dass der Konflikt selbst gelöst wird, erhöht die Selbstwirksamkeit der Beteiligten und führt meistens zu einer Verbesserung der Beziehung.

Welche Arten von Mediation gibt es?

Mediation wird sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich angewendet. Es gibt zum Beispiel Wirtschaftsmediation (bei Geschäftskonflikten) und Team-Mediation (bei Arbeitsplatzkonflikten). Im privaten Bereich gibt es neben der Familienmeditation zur Bewältigung von Scheidungs-, Sorgerechts- und Erbstreitigkeiten auch Mediation zur Lösung von Nachbarschaftsstreitereien.

In der Paartherapie ist Mediation vor allem im Zusammenhang mit Umgangsregelungen bei Trennung und Scheidung üblich und sinnvoll. Über Mediation kann meistens eine friedvolle Lösung gefunden werden.

*und dann gibt es ja noch Meditation - ist was ganz anderes, kann aber auch nicht schaden :)

Was passiert bei einer Mediation?

Am Anfang besprechen der*die Mediator*in und die Klient*innen die Ziele und Regeln der Mediation. Der*die Mediator*in achtet darauf, dass die Beteiligten respektvoll und auf Augenhöhe miteinander sprechen. Die Konfliktparteien können dann ihre Standpunkte und ihre Sicht auf die Situation schildern. Alle Beteiligten überlegen gemeinsam, welche Lösungen es geben könnte (hier können auch kreative Methoden zum Einsatz kommen). Dann geht es in die Verhandlung der Lösungen. Die Ergebnisse werden in einer Vereinbarung schriftlich festgehalten.

Wann ist Mediation sinnvoll?

Mediation kann in vielen Konfliktsituationen sinnvoll sein, in denen die Beteiligten Interesse daran haben, den Konflikt auf friedvolle Weise zu beenden, z.B. weil die Beziehung danach noch weiterbestehen soll. Alle Beteiligten sollten bereit sein, an der Lösung ihrer Probleme zu arbeiten. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert: Mediation ist immer ein freiwilliger Prozess und kann jederzeit von einer der Parteien beendet werden.

Die Freiwilligkeit und das gegenseitige Interesse an einem friedvollen Auseinandergehen bringen in dieser Art der Streitschlichtung meistens langfristige und sehr nachhaltige Ergebnisse hervor.

Expert*innen Interviews

Stephan Trillmich

Stephan Trillmich

„Entwicklung, Veränderungen stehen an? Vielleicht ausgelöst durch Konflikte oder Krisen? Das lässt sich gestalten! Ich freue mich auf die gemeinsame Wegstrecke mit Ihnen."

Wie arbeitest du mit Menschen, die zu dir in Mediation kommen?

Was mich anbetrifft, möchte ich alle Parteien in ihren Anliegen und Bedürfnissen verstehen. Darin sind alle gleichberechtigt und ebenbürtig – mir ermöglicht das eine Allparteilichkeit, die ich als herausragendes Werkzeug erlebe. Ja, ich bin neutral, gleichzeitig aber auch für alle Parteien engagiert. Meine Aufgabe ist es dabei, den Prozess zu gestalten und im Blick zu behalten; die Inhalte setzen die Mediations-Parteien. Im Blick auf die Menschen, die zu mir kommen, achte ich darauf, dass sie in der Mediation in der Lage sind, für ihre Bedürfnisse einzutreten – sonst wird es schwer mit guten Vereinbarungen.

Was sind die einzelnen Schritte einer Mediation?

Nach einem Vorgespräch, das ich mit jeder beteiligten Partei einzeln führe, werden die Themen gesammelt, um die es gehen soll, und entschieden, ob sie „mediationsgeeignet“ sind. Wenn die Interessen und Bedürfnisse, die mit diesen Themen verbunden werden, geklärt sind, geht die Suche nach Optionen los, die sich den Beteiligten bieten – und das zunächst frei von Begrenzungen oder „Scheren im Kopf“. Im Blick auf die Optionen beginnt schließlich das Verhandeln – immer als Angebots- und nicht als Forderungsverhandeln. Nach einer darüber geschlafenen Nacht können die Verhandlungsergebnisse vereinbart werden.

Was gefällt dir an Mediation?

Mir gefällt an der Mediation, dass Vereinbarungen erarbeitet werden, die fast immer wirklich funktionieren. Weil die Bedürfnisse und Interessen aller Parteien berücksichtigt werden, „sitzen“ die Vereinbarungen – es entstehen eben keine „billigen Kompromisse mit Faust in der Tasche“. Oft wird die Sachebene in den Vordergrund gestellt – ist ja nicht gerade typisch für einen Paarberater. Das hilft dann aber häufig, dass Paare zu Vereinbarungen kommen, die ihnen weiterhelfen – und quasi nebenbei eine Erfahrung von Selbstwirksamkeit mit sich bringen. Und das wirkt oft auch positiv auf den weiteren Umgang miteinander. Mediation bringt manchmal an kleinen Stellen Entlastung, die guttut, wenn eine umfassende Lösung nicht möglich scheint. Und manchmal bewirkt eine Detail-Vereinbarung, dass sich ein großer Knoten löst.
Kris Beer

Kris Beer

„Beziehung kann sich leicht anfühlen - bist Du bereit dazu? Ganz gleich wo ihr euch aktuell befindet, ob Beziehungsöffnung, Bi-Beziehung, Multikulturelle Beziehung, Polyamorie oder Unternehmerpaar - lasst uns gemeinsam abtauchen und eure inneren Schätze heben."

Wie arbeitest du mit Menschen, die zu dir in Mediation kommen?

Ich arbeite allparteilich, klar strukturiert und menschlich zugewandt. Als „Türöffnerin“ schaffe ich einen sicheren Rahmen, in dem alle Mediand*innen gehört werden – mit Kopf (klare Struktur und Fakten), Herz (Emotionen & Bedürfnisse) und Hand (konkrete Schritte in die Umsetzung). Widerstände sind für mich Fürstände: Ich nutze sie als Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse statt als Störungen. Systemisch arbeite ich mit kurzen, kompetenzorientierten Hypothesen im Konjunktiv („möglicherweise … – und möglicherweise ist es auch anders“), damit neue Perspektiven entstehen. Ich bin neutral und gleichzeitig engagiert für alle Seiten; diskriminierungs- und machtkritisch sensibel. Mediation gibt’s bei mir „Live und in Farbe“ – online oder in Krefeld – für Paare, Familien, Teams und in der Wirtschaftsmediation. Ziel: tragfähige, selbstbestimmte Lösungen statt fauler Kompromisse – spürbar entlastend, praktisch umsetzbar, nachhaltig wirksam.

Was sind die einzelnen Schritte einer Mediation?

Der Prozess ist effizient, transparent und lösungsorientiert – in Präsenz oder online. So entsteht eine Win-win-Lösung, die im Alltag trägt, ob in Paar-/Familienkonflikten oder in der Wirtschaftsmediation.

Was gefällt dir an Mediation?

Mediation vergrößert Handlungsmöglichkeiten – ganz im Sinne von von Foerster: „Handle stets so, dass du die Anzahl der Möglichkeiten vergrößerst!“ Sie verbindet Klarheit und Empathie, stärkt Selbstwirksamkeit und führt zu Vereinbarungen, die wirklich gelebt werden. Besonders schätze ich, dass schon kleine, gut gesetzte Detail-Vereinbarungen große Knoten lösen können. Weil Bedürfnisse ernst genommen und Macht-/Ungleichheitsdynamiken bewusst gemacht werden, entstehen keine „Scheinlösungen“, sondern tragfähige Absprachen. Konflikte werden zum Motor für Veränderung – bei Paaren, Patchwork- und Regenbogenfamilien, Teams und Organisationen. „Widerstände sind Fürstände“: Wenn wir sie lesen lernen, öffnen sich Türen. Und genau das ist meine Leidenschaft – klar, respektvoll, wirksam.

Medienbeiträge unserer Expert*innen

Unsere Berater:innen für Mediation / Streitschlichtung

Diese Berater:innen mit besser:lieben-Matching arbeiten zum Thema.

  • Rebecca Decker-Klein

    Rebecca Decker-Klein

  • TD

    Tests Demo

  • SE

    Silvia Erhard

  • Katharina Frönd

    Katharina Frönd

  • Stefanie Grohmann

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  • Sandra Kaiser

    Sandra Kaiser

  • Judith Lurweg

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  • Diana Schaper

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  • Tina Schmidt

    Tina Schmidt

  • Kai Strecker

    Kai Strecker

  • Tamara Tarnow

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