Der Ablauf ähnelt anderen Therapien, mit einer Besonderheit: Es wird viel geredet und wenig „gemacht". Am Anfang steht ein Erstgespräch, in dem die Therapeut:in versteht, worum es geht und ob körperliche Ursachen mit abzuklären sind. Schon das entlastet viele — endlich sagt jemand, dass das Thema besprechbar ist.
Dann kommt Psychoedukation, also Wissen darüber, wie Erregung, Lust und Funktion eigentlich zusammenspielen. Erstaunlich oft löst sich ein Teil des Drucks schon dadurch, dass falsche Annahmen geradegerückt werden — etwa die Vorstellung, Lust müsse von selbst und sofort da sein.
Der dritte Baustein sind Übungen für zu Hause. Die macht ihr in eurem Tempo, allein oder zu zweit, nie in der Sitzung. Es geht dabei selten um Leistung, eher ums Wahrnehmen, ums Loslassen von Druck, ums Wiederfinden von Neugier. In den Folgesitzungen schaut ihr, was sich verändert hat.
Wie lange das dauert, hängt vom Thema ab — eine umschriebene Funktionsfrage ist oft nach wenigen Sitzungen deutlich besser, tiefere Themen brauchen länger.