Zum Hauptinhalt springen
besser:lieben
Sexualtherapie — methodische Begleitung bei sexuellen Themen
Sexualtherapie — wenn Sexualität zum Knotenpunkt wird

Sexualtherapie

Geschrieben von besser:lieben Redaktion Zuletzt geprüft:

Methodisches Arbeiten mit qualifizierten Therapeut:innen — Termine in der Regel innerhalb von 10 Tagen, vertraulich, online oder vor Ort.

  • Lust und Begehren stimmen nicht mit eurer Erwartung überein?
  • Eine sexuelle Funktion bereitet seit längerem Sorge — Erektion, Erregung, Orgasmus, Schmerz?
  • Ein einschneidendes Ereignis (Krankheit, Operation, sexualisierte Gewalt) wirkt im Sexuellen nach?
  • Ihr habt verschiedene Bedürfnisse und der Druck darüber zu reden ist groß?
  • Sexualtherapie nimmt sich Zeit, das methodisch zu untersuchen — oft mit somatischen, kognitiven und kommunikativen Bausteinen.
  • Bei besser:lieben findet ihr qualifizierte Therapeut:innen — kuratiert, transparent über Aus- und Weiterbildung.

Was Sexualtherapie ist

Sexualtherapie ist methodische Arbeit an spezifischen sexuellen Themen — über mehrere Sitzungen, mit therapeutischen Verfahren, die je nach Anliegen kombiniert werden. Sie unterscheidet sich von Sexualberatung in Tiefe und Prozessdauer: Sexualberatung informiert, klärt und unterstützt im Gespräch; Sexualtherapie arbeitet methodisch an Funktion, Begehren, Schmerz oder Wirkungen früherer Erfahrungen.

besser:lieben ist ein Vermittlungsportal — wir prüfen Qualifikationen, vermitteln passend, und die Therapie selbst findet bei der Therapeut:in deiner Wahl statt. Sexualtherapie ersetzt keine medizinische Abklärung. Bei körperlichen Beschwerden ist eine ärztliche Untersuchung der erste Schritt; Sexualtherapie kann ergänzend wirken.

Unsere Beratenden für Sexualtherapie

Diese Beratenden mit besser:lieben-Matching arbeiten zum Thema.

  • Rebecca Decker-Klein

    Rebecca Decker-Klein

  • Fenja Flore

    Fenja Flore

  • Martina Frenznick

    Martina Frenznick

  • Isabelle Glocke

    Isabelle Glocke

  • Stefanie Grohmann

    Stefanie Grohmann

  • Stephanie Grosshardt

    Stephanie Grosshardt

  • Felix Mendner-Mattes

    Felix Mendner-Mattes

  • Diana Schaper

    Diana Schaper

  • Tamara Tarnow

    Tamara Tarnow

  • Maike Tödter

    Maike Tödter

  • Julia Tuppack

    Julia Tuppack

  • Tetyana Zheldak

    Tetyana Zheldak

Wissenswertes zur Sexualtherapie

Wann ist Sexualtherapie sinnvoll — und wann reicht Sexualberatung?

Sexualberatung ist sinnvoll, wenn ihr Information, Klärung oder eine kurze, fokussierte Gesprächsbegleitung sucht. Sexualtherapie ist sinnvoll, wenn ein konkretes Anliegen über mehrere Sitzungen methodisch bearbeitet werden soll — etwa eine wiederkehrende Funktionsfrage, ein anhaltender Begehrenskonflikt oder die Nachwirkungen belastender Erfahrungen.

Mit welchen Themen kommen Menschen?

Häufige Themen sind unterschiedliches Begehren in einer Beziehung, Lustverlust, Erektions- oder Erregungsfragen, Orgasmusthemen, Schmerzempfinden beim Sex (Vaginismus, Dyspareunie), Folgen sexualisierter Gewalt, Auswirkungen von Krankheit, Operation oder Wechseljahren auf die Sexualität, Fragen rund um sexuelle Identität und Orientierung sowie Konflikte um Praktiken, Phantasien oder Pornografie.

Wie wird in Sexualtherapie gearbeitet?

Sexualtherapie verbindet typischerweise Gespräch, Psychoedukation (Wissen über Sexualität und Funktion) und konkrete Übungen, die ihr zwischen den Sitzungen ausprobiert — meist im eigenen Tempo, ohne sexuelle Handlungen in der Sitzung selbst. Verfahren wie sexocorporel, hypnosystemisch, systemisch oder körperorientiert haben jeweils eigene Schwerpunkte. Welche Methode passt, hängt von eurem Anliegen ab.

Wie viele Sitzungen sind üblich?

Häufig sind 6–15 Sitzungen, oft im Abstand von zwei bis vier Wochen, damit die Übungen zwischendurch wirken können. Bei umfassenderen Themen kann es länger dauern. Den Rahmen besprecht ihr im Erstgespräch.

Allein, zu zweit oder beides?

Beides ist möglich. Manche Anliegen lassen sich gut allein bearbeiten (z. B. einzelne Funktionsfragen, Auswirkungen früherer Erfahrungen), andere gehören in den Paarrahmen (z. B. unterschiedliches Begehren, Konflikte um Praktiken). Viele Therapeut:innen wechseln das Setting flexibel.

Was kostet Sexualtherapie?

Eine seriöse Sexualtherapie kostet in der Regel zwischen 80 und 140 € pro Stunde. Bei besser:lieben starten die Honorare ab 80 € pro Stunde — Therapeut:innen legen ihre Honorare selbst transparent fest. Krankenkassen übernehmen Sexualtherapie in der Regel nicht; sie ist eine private Leistung. In Einzelfällen kann eine ärztlich-psychotherapeutische Behandlung mit sexualmedizinischem Schwerpunkt kassenfinanziert sein; das klärt deine Hausärztin oder Fachärztin.

Worin unterscheidet sich Sexualtherapie von Sexualmedizin?

Sexualmedizin ist eine ärztliche Disziplin und untersucht und behandelt körperliche Anteile (z. B. hormonelle, urologische, gynäkologische Fragen). Sexualtherapie arbeitet psychotherapeutisch und beraterisch an Erleben, Verhalten, Beziehung und Bewertung. Bei körperlichen Beschwerden lohnt sich eine ärztliche Abklärung — Sexualtherapie kann ergänzend, davor oder danach sinnvoll sein.

Wie ist es mit dem Datenschutz?

Sexualität ist ein besonders sensibles Thema. Therapeut:innen unterliegen einer beruflichen Schweigepflicht. Bei besser:lieben laufen alle Daten verschlüsselt; unsere Server stehen in Deutschland. Auf öffentlich indexierten Seiten zeigen wir keine Kontaktdaten — die persönliche Vermittlung läuft über uns.

Sexualtherapie und sexualisierte Gewalt

In der akuten Krise oder bei aktuell andauernder Bedrohung sind spezialisierte Beratungsstellen (z. B. Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" 08000 116 016) der erste Anlaufpunkt — Sexualtherapie kann später ein wichtiger Teil der Verarbeitung werden.

Über unser Matching vermitteln wir Betroffene sexualisierter Gewalt an Beratende, die im Bereich Trauma eine zusätzliche Fachweiterbildung absolviert haben. In den Profilen unserer Mitglieder ist das transparent benannt.

Online oder vor Ort?

Beides funktioniert. Online ist niedrigschwellig — gerade bei sensiblen Themen ein Vorteil. Vor-Ort-Sitzungen erlauben mehr nonverbale Wahrnehmung und körpernähere Übungen. Viele Therapeut:innen kombinieren beides.

Muss ich mich ausziehen — gibt es körperliche Übungen?

Nein. In der Sexualtherapie wird nicht ausgezogen, und es gibt keine sexuellen Handlungen in der Sitzung — das ist eine klare berufsethische Grenze. Gearbeitet wird im Gespräch, mit Wissen über Sexualität und mit Übungen, die ihr zu Hause in eurem eigenen Tempo ausprobiert. Es gibt einzelne Ansätze, die mit körpernaher Arbeit arbeiten (etwa Sexological Bodywork); das wird vorher offen erklärt und passiert nie ohne eure ausdrückliche Zustimmung. Wenn ihr unsicher seid, fragt einfach im Erstgespräch, wie die Therapeut:in arbeitet.

Wie offen muss ich reden — und ist das nicht peinlich?

Viele kommen mit genau dieser Sorge, und die ist völlig normal. Über Sex zu reden ist für die meisten ungewohnt — kaum jemand hat es je gelernt. Eine gute Sexualtherapeut:in merkt das und macht keinen Druck; ihr bestimmt das Tempo, und nichts muss beim ersten Mal auf den Tisch. Was hilft, ist die nüchterne Wahrheit: Es ist ihr Beruf, sie hat das alles schon gehört, und es gibt kein Anliegen, das zu klein oder zu seltsam wäre.

Hilft Sexualtherapie wirklich?

Bei vielen Anliegen ja, und oft schneller als gedacht. Gerade Funktionsthemen — Erektion, Erregung, Orgasmus, Schmerz beim Sex — sprechen gut an, weil ein großer Teil davon mit Anspannung, Druck und Erwartung zu tun hat, und genau da setzt die Arbeit an. Themen, die tiefer liegen, etwa nach belastenden Erfahrungen, brauchen mehr Zeit. Eine Garantie gibt es nicht, und seriöse Therapeut:innen versprechen sie auch nicht.

Was, wenn mein:e Partner:in nicht mitkommen will?

Das ist häufiger, als man denkt — gerade bei sexuellen Themen. Vieles lässt sich auch allein bearbeiten, etwa eine einzelne Funktionsfrage oder die Nachwirkungen früherer Erfahrungen. Geht es um unterschiedliches Begehren oder um Konflikte über Praktiken, ist der Paarrahmen sinnvoller — aber auch dann kann eine Person allein anfangen und die andere später dazukommen. Oft löst sich der Widerstand, sobald klar wird, dass es nicht um Schuldzuweisung geht.

Wie schnell bekommen wir einen Termin?

In der Regel innerhalb von zehn Tagen. Bei einem so sensiblen Thema ist das wichtig: Wer sich einmal überwunden hat, möchte nicht noch Wochen auf den ersten Termin warten. Über den Beratungseinstieg schildert ihr knapp, worum es geht — auf Wunsch auch sehr knapp — und wir vermitteln passend. Fast alle Therapeut:innen arbeiten auch online, was bei intimen Themen für viele die leichtere erste Schwelle ist.

Woran ihr seriöse Sexualtherapie erkennt

1

Belegte Grundausbildung

Mindestens 500 Unterrichtseinheiten in einer beraterischen oder therapeutischen Grundausbildung — nachvollziehbar dokumentiert.

2

Spezifische Sexualtherapie-Weiterbildung

Eine zertifizierte Weiterbildung in Sexualtherapie (mindestens 100 Unterrichtseinheiten). Sexualtherapie ist kein in Deutschland geschützter Beruf — Qualifikation ist deshalb umso wichtiger.

3

Regelmäßige Supervision

Seriöse Therapeut:innen lassen sich fachlich begleiten — durch Supervision (mit erfahrenen Kolleg:innen) und Intervision.

4

Spezialisierungen, wo nötig

Wenn es um sexualisierte Gewalt, körperliche Erkrankungen oder Geschlechtsidentität geht: spezifische Zusatzqualifikationen sind ausgewiesen.

5

Transparenz

Klar benannte Qualifikationen, transparente Honorare, keine Heilsversprechen, keine Aufdringlichkeit, keine sexuellen Handlungen in der Sitzung — das ist eine professionelle Grenze.

6

Vernetzung

Bei Bedarf Verweis auf passendere Kolleg:innen oder ergänzende medizinische Abklärung.

Was bei besser:lieben gilt

Wir vermitteln nur Therapeut:innen mit nachgewiesener Qualifikation:

  • grundständige Ausbildung im Beratungs- oder Therapie-Bereich
  • spezifische Sexualtherapie-Weiterbildung
  • laufende Supervision, Intervision und Fortbildung
  • transparente Qualifikations- und Honorarangaben

Wir geben keine Heilsversprechen. Sexualtherapie ersetzt keine ärztliche Behandlung und keine Psychotherapie. besser:lieben ist auch kein Krisendienst — bei akuten Notlagen wende dich bitte an Notruf 112 oder die Telefonseelsorge.

Du willst eher informiert werden, einzelne Fragen klären oder kurz begleitet werden? Dann ist Sexualberatung möglicherweise der passendere Einstieg.

So läuft eine Sexualtherapie ab

Der Ablauf ähnelt anderen Therapien, mit einer Besonderheit: Es wird viel geredet und wenig „gemacht". Am Anfang steht ein Erstgespräch, in dem die Therapeut:in versteht, worum es geht und ob körperliche Ursachen mit abzuklären sind. Schon das entlastet viele — endlich sagt jemand, dass das Thema besprechbar ist.

Dann kommt Psychoedukation, also Wissen darüber, wie Erregung, Lust und Funktion eigentlich zusammenspielen. Erstaunlich oft löst sich ein Teil des Drucks schon dadurch, dass falsche Annahmen geradegerückt werden — etwa die Vorstellung, Lust müsse von selbst und sofort da sein.

Der dritte Baustein sind Übungen für zu Hause. Die macht ihr in eurem Tempo, allein oder zu zweit, nie in der Sitzung. Es geht dabei selten um Leistung, eher ums Wahrnehmen, ums Loslassen von Druck, ums Wiederfinden von Neugier. In den Folgesitzungen schaut ihr, was sich verändert hat.

Wie lange das dauert, hängt vom Thema ab — eine umschriebene Funktionsfrage ist oft nach wenigen Sitzungen deutlich besser, tiefere Themen brauchen länger.

Bereit für den nächsten Schritt?

Starte den Beratungseinstieg und finde passende Beratende.