Naila Rediske
„Alle Ebenen einer Beziehung leben und lieben. Die eigene Sexualität frei und lustvoll gestalten. Ich arbeite mit meinen Klient:innen mit offenem Herzen, Humor, Respekt und Vertrauen."
Endometriose, Sexualberatung, Paartherapie — Online und vor Ort.
Informationen und Beratung rund um das Thema Endometriose. Beratung online oder vor Ort.
Endometriose ist eine chronische und aktuelle unheilsame Erkrankung. Der UK National Health Service hat Endometriose zu den 20 schmerzhaftesten Krankheiten Weltweit eingestuft. Aktuell geht man davon aus, dass circa 1 von 10 Personen mit Uterus an Endometriose erkrankt sind, wobei die Dunkelziffer sehr hoch ist, da eine gesicherte Diagnose nur durch eine Laparoskopie (Operation: Bauchspiegelung) möglich ist. Leider gehen nach wie vor zu viele Menschen davon aus, dass eine schmerzhafte Periode oder sogar ein gesamter schmerzhafter Zyklus normal wären - Dies ist definitiv nicht der Fall! Eine übermäßig schmerzhafte Periode ist niemals normal. Ein typisches Symptom bei Endometriose-Betroffenen ist eine extrem schmerzhafte Periode, oder auch sehr starke Schmerzen kurz vor und während dem Eisprung. Die Schmerzen, die sich häufig im Unterbauch bzw. Unterleib zeigen, können aber auch völlig unabhängig von dem Zyklus oder der Menstruation auftreten. Manche Betroffene haben durch Hormoneinnahme im Langzeitzyklus keine Periode und leiden unter starken Schmerzen. Andere haben eine relativ schmerzfreie Periode aber in anderen Zyklus-Phasen Schmerzen. Die Krankheit ist sehr individuell und damit auch teilweise nicht berechenbar.
Die Palette der weiteren Symptome ist leider sehr groß. Es gibt Betroffene, die sehr gut und auch beschwerdefrei mit dieser Erkrankung leben können, es gibt aber auch viele betroffene Menschen, deren Alltag und Leben komplett eingeschränkt ist. Inkontinenz, Reizdarm, starke krampfartige Schmerzen, extreme Menstruationsblutungen, Übelkeit, starke Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme bis hin zu Ohnmachtsanfällen, Schmerzen beim Sex, unerfüllter Kinderwunsch und nicht selten eine sehr hohe psychische Belastung und dadurch instabile mentale Gesundheit. All das zusammen, oder auch ein Teil davon, kann die Krankheit Endometriose ausmachen. Manche Betroffenen berichten auch von einer starken Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme durch die Erkrankung. Ein weiteres, für viele Endometriose-Betroffene sehr großes Thema ist der Kinderwunsch. Endometriose erschwert für viele den einfachen Weg zur Schwangerschaft. Nicht selten suchen Betroffene Kinderwunschkliniken auf oder müssen auf die gewünschte Schwangerschaft aufgrund der Erkrankung verzichten. Hier kann eine Paartherapie sehr hilfreich sein. Dort kann die Belastung aufgefangen werden und an den Ressourcen der Beziehung gearbeitet werden, um mit der möglichen Traurigkeit oder Unsicherheit besser umzugehen.
Aktuell wird sehr viel geforscht zu der Erkrankung Endometriose. Auch wenn es dadurch teilweise erste Vermutungen zu der Entstehung der Krankheit gibt, ist die Ursache für Endometriose noch nicht 100% wissenschaftlich belegt oder erforscht. Endometriose wird häufig als gynäkologische Frauenkrankheit betitelt. Dies ist aber nicht ganz korrekt, denn es können alle Organe im Bauchraum oder auch darüber hinaus betroffen sein. Die Unsicherheit dieser Erkrankung belastet viele Betroffene auch mental. Eine Beratung hilft, diese Belastung aufzufangen.
In einem zertifizierten Endometriose Zentrum gibt es die Möglichkeit, sich von Expert:innen untersuchen und medizinisch beraten zu lassen. In diesen Zentren steht meist der Gynäkologische Aspekt im Vordergrund, wobei Endometriose eigentlich eine Erkrankung ist, die den ganzen Körper beeinträchtigen kann. Da der Verlauf der Erkrankung sehr individuell ist, gibt es hier keine pauschale Antwort auf die Frage, was passiert, wenn nicht behandelt wird. Manche Betroffenen leben schon sehr lange sehr gut mit dieser Erkrankung, mit wenigen bis gar keinen Beschwerden und keiner Behandlung.
Die Realität von den meisten Endometriose-Betroffenen sieht allerdings anders aus. Viele Menschen mit Endometriose haben immer wiederkehrende oder durchgehend Schmerzen, teilweise starke Einschränkungen im Alltag durch weitere Symptome und benötigen dementsprechend Behandlung. Dazu ist wichtig zu wissen: Eine direkte wirkliche Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, allerdings kann (Beckenboden-)Physiotherapie, Osteopathie, medizinische Massagen, Schmerztherapie, Akupunktur und weitere ganzheitliche Ansätze die Symptome mildern oder zumindest den Umgang damit erleichtern.
Psychotherapie oder Beratung für die Lebensbereiche Sexualität, Partnerschaft, Kinderwunsch und Selbstwert bzw. Leben mit chronischer Erkrankung sind wichtige Aspekte für die mentale Gesundheit. Im schlimmsten Fall kann eine stark ausgeprägte Endometriose, wenn nicht operiert wird, zu schweren Organschäden führen. Auch, wenn eine Operation nicht Heilung bedeutet, kann sie doch die Lebensqualität verbessern und der aktuelle Stand der Erkrankung lässt sich zumindest besser einschätzen. Seit neuestem gibt es einen Endometriose-Test bzw. Speicheltest, mit dem herausgefunden werden kann, ob Endometriose vorliegt. Jedoch wurde die Genauigkeit des Test und die hohen privaten Kosten schon von mehreren Seiten in Frage gestellt.
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Medienbeitrag
Naila Rediske
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