Friederike Kleinknecht
„�Beratung mit Fachwissen, Humor und Empathie, um zu einer erfüllten Sexualität (zurück) zu finden.«"
Libidoverlust, keine Lust auf Sex, Sexualberatung — Online und vor Ort.
Stress ist der häufigste Grund für fehlende Libido. Gleich danach folgen Streit und das Gefühl fehlender Nähe in der Partnerschaft.
Sexuelle Unlust kann ganz verschiedene Ursachen haben und muss erst einmal kein Problem sein. Im Gegenteil, in längeren Partnerschaften ist es normal, dass die Lust der Anfangszeit mit der Zeit weniger wird. Auch können hormonelle Schwankungen dazu führen, dass die Lust weniger (oder auch wieder mehr) wird. Zum Problem wird das meistens vor allem, weil eine*r der Partner*innen mehr Lust hat als der/die andere. Wenn medizinische Faktoren (Schmerzen, psychische oder hormonelle Störungen …) ausgeschlossen sind, ist Stress mit der häufigste Grund für fehlende Libido. Gleich danach folgen Streit und das Gefühl fehlender Nähe in der Partnerschaft. Auch Druck, Versagensangst oder der Glaube, nicht begehrenswert zu sein, drücken auf die Libido. Und um Lust auf Sex zu haben, muss man erst einmal Lust am Sex haben: Ist der Sex, der in Aussicht steht, überhaupt der Mühe wert, gewollt zu werden
Das Thema Lustlosigkeit begegnet vielen Paaren, die schon lange zusammen sind – in diesem Sinne ist es „normal“, auch wenn die Kategorisierung nicht hilfreich ist. Viel wichtiger ist, wie ein Paar seine Beziehung zueinander und ihre gemeinsame Sexualität erlebt. Eine langjährige Partnerschaft kann auch ohne Sexualität absolut erfüllend sein, wenn es der Wunsch beider Partner*innen gleichermaßen ist. Oftmals ist jedoch das sexuelle Verlangen bei Partner*innen unterschiedlich stark ausgeprägt, und diese Unterschiede sind häufig in der Dynamik der Beziehung begründet. Dabei spielen individuelle Bindungsmuster, das erotische Selbstbild und die bisherigen Erfahrungen mit Sexualität eine entscheidende Rolle. Wenn Personen unter ständigem oder wiederholtem Mangel an sexuellen Gedanken oder Aktivitäten leiden, könnte dies auch auf eine „Störung mit verminderter sexueller Appetenz“ (HSDD) hinweisen.
Nach der anfänglichen Verliebtheitsphase einer Beziehung wächst das Vertrauen zwischen den Partner*innen und sie fühlen sich sicherer in ihrer Beziehung zueinander. Das Gefühl, den anderen gut zu kennen, kann sich auf das Begehren auswirken, da es paradox erscheint, etwas zu begehren, das man bereits besitzt. Ein guter Umgang mit Unterschiedlichkeit in der Partnerschaft – die Fähigkeit zur Differenzierung - ist entscheidend für die Aufrechterhaltung einer Spannung, die für die Entwicklung des Begehrens notwendig ist. Für viele Menschen ist es schwierig und mit Scham verbunden, über ihre sexuellen Vorlieben, Wünsche und Grenzen zu sprechen. Sich dem Partner mit dieser besonders verletzlichen Seite zu zeigen, kann Angst auslösen. Hinzu kommt die Vorstellung, Sexualität müsse sich auch in langjährigen Beziehungen spontan entwickeln, trotz eines Alltags, der ihr dafür keine Zeit einräumt. Im Laufe der Jahre haben sich in Langzeitbeziehungen oft sexuelle Kompromisse etabliert, die häufig den kleinsten gemeinsamen Nenner widerspiegeln. Doch in einem individuell unterschiedlichem Rahmen kann eine gewisse Unsicherheit aufregend und anziehend sein und die Intimität bereichern.
Erinnerst du dich an einen Moment in deiner Vergangenheit, in dem du Lust verspürt hast? Welche Umstände haben dazu geführt, dass du das Gefühl der Lust damals zulassen konntest? Diesen Fragen nachzugehen kann ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, um deiner Lust heute auf die Spur zu kommen. Hilfreich kann auch sein die eigenen „Lustbremsen“ in deinem jetzigen Alltag herauszufinden. Wahrscheinlich hast du gute Gründe dafür der sexuellen Lust momentan nicht so viel Raum zu geben.
Sinnvoll kann es auch sein, herauszufinden, welcher Art von Sexualität du Wert beimisst und was für dich erfüllender Sex wäre.
Erinnerst du dich, wie sich Lust früher bei dir gezeigt hat – und was sie damals ausgelöst hat? Lust verändert sich oft – besonders, wenn Leistung, Stress oder Erschöpfung den Alltag prägen. Vielleicht war deine Lust früher schnell da – als Drang, als Reaktion, als Impuls? Und heute? Braucht sie mehr Raum? Mehr Stille? Weniger Erwartung? Was wäre, wenn das kein Mangel ist – sondern ein Zeichen, dass sich etwas in dir meldet?
Wenn du das Gefühl hast, immer verfügbar sein zu müssen, zieht sich dein Körper vielleicht zurück. Nicht weil er versagt – sondern weil er sich schützt. Spürst du einen Unterschied zwischen Begehren und Funktionieren?
Lust verschwindet oft dann, wenn sie zur Erwartung wird. Vielleicht möchtest du Nähe – aber nicht auf Knopfdruck. Vielleicht brauchst du Berührung – aber nicht mit Ziel. Könnte es sein, dass dein Begehren Raum bräuchte, in dem du nichts leisten musst?
Wenn dein Körper auf Abstand geht, hat das Gründe. Vielleicht schützt er dich vor etwas, das zu viel geworden ist: Druck, Erwartung, Nähe, die sich eng anfühlt. Es lohnt sich, nicht nur nach der Lust zu fragen – sondern nach dem, was du wirklich brauchst, um sie wieder zu spüren.
Viele Menschen fällt es häufig schwer ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse an- und auszusprechen. Das liegt nicht nur daran, dass es schwer sein kann über Sex zu sprechen. Häufig wissen Menschen nicht, was sie im Bett mögen und was sie genau erregt. Zunächst einmal: das ist ganz normal und du bist nicht die einzige Person, der es so geht. Hilfreich kann es in diesem Fall sein nochmal ganz an den Anfang zu gehen und den eigenen Körper selbst kennenzulernen. Dazu brauchst du auch zunächst keine/n Partner*in. Finde für dich heraus welche Art von Berührungen sich gut anfühlen, welche Stellen deines Körpers berührst du gerne oder gibt es Stellen, die du gar nicht berühren möchtest? Vielleicht kannst du auch über deine Fantasien etwas über deine versteckte Lust herausfinden. In einer Sexualberatung kann ich dich Stück für Stück begleiten in deinem Tempo herauszufinden, wie du deine Lust entdecken kannst.
Grundsätzlich können Lust und sexuelles Verlangen lange erhalten bleiben, auch wenn sich die Libido, also das Verlangen, im Laufe des Lebens verändert. Bei Männern kann zum Beispiel das Hormon Testosteron früher abnehmen als bei Frauen Östrogen und Progesteron. Die Erektionsfähigkeit nimmt bei Männern mit dem Alter ab und die Zeit, die nach einer Ejakulation bis zur nächsten möglichen Erektion vergeht, nimmt zu.
Bei Frauen kann sich mit zunehmendem Alter die Befeuchtung der Vagina bei Erregung verändern. Diese biologischen Veränderungen sind jedoch nicht zwingender Grund für sexuelle Lustlosigkeit. Manche Frauen erleben nach der Menopause sogar eine Steigerung des Lustempfindens im Vergleich zu den fruchtbaren Jahren davor.
Es ist ratsam, sexuelle Unlust ärztlich abklären zu lassen, um mögliche körperliche Ursachen auszuschließen. Bei entsprechenden Hinweisen kann eine Untersuchung des Hormonspiegels sinnvoll sein. Faktoren wie die Einnahme bestimmter Medikamente, die Pille oder der weibliche Zyklus können das sexuelle Verlangen ebenso beeinflussen wie ein dauerhaft erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol.
Aber: Hormone sind eben nicht die einzigen Ursachen sexueller Lustlosigkeit - eine Sexualberatung lohnt sich auf jeden Fall!
„�Beratung mit Fachwissen, Humor und Empathie, um zu einer erfüllten Sexualität (zurück) zu finden.«"
„Ich berate Menschen zu mehr Nähe, Intimität und Klarheit in ihren Beziehungen: Bedürfnisse offen ansprechen, Konflikte lösen und Sexualität lustvoll erleben."
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Naila Rediske
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Dr. Angelika Eck
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