Andreas Zimmermann
(er/ihm )
"Was wäre, wenn Ihre Beziehung leichter werden könnte? Ich begleite Sie ressourcenorientiert, sensibel für Ihre Bedürfnisse und mit Humor."
Praxen
- Online-Beratung
Fachbereiche
Honorar
110€/Sitzung à 60 Minuten
165€/Sitzung à 90 Minuten
Themenschwerpunkte
Ich berate Paare, Mehrpersonenkonstellationen und Einzelpersonen unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Beziehungsform.
Besonders am Herzen liegt mir die Stärkung von Partnerschaften, in denen Long-Covid und ME/CFS eine Rolle spielen. Als Angehöriger weiß ich, wie sehr diese Erkrankung den Beziehungsalltag prägt. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder, wie viel Kraft eine tragfähige Beziehung bei den Herausforderungen der Erkrankung geben kann. Ich gestalte die Beratung so, dass sie zur aktuellen Belastbarkeit passt – ich berücksichtige Pacing und gehe achtsam mit Brain-Fog um.
Aus meiner langjährigen Arbeit als Sozialpädagoge, Psychosozialer Berater und Systemischer Therapeut kenne ich die vielfältigen Facetten von Beziehungskonflikten, familiären Verletzungen und psychischen Belastungen.
Ich arbeite ressourcen- und bedürfnisorientiert: Gemeinsam schauen wir, was Sie im Hier und Jetzt brauchen. Wir erkunden, welche Schritte nötig sind, damit Ihr Leben leichter wird – und bauen dabei auf dem auf, was bereits in Ihnen steckt.
Ausbildung
- Dipl.-Sozialpädagoge
Weiterbildungen
-
Psychosoziale Beratung
Alice-Salomon-Hochschule (Berlin) -
Systemische Therapie
Berliner Institut für Familientherapie, Systemische Therapie, Supervision, Beratung und Fortbildung e.V.
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3 Tipps von Expert*innen
Beziehungskonflikte entschärfen
Zeit für Gespräche einplanen
Plant bewusst Zeit für Gespräche ein, besonders in stressigen Phasen.
Dadurch bleibt ihr auf dem Laufenden und es staut sich nicht so viel an. Tauscht euch über eure Bedürfnisse, Gefühle und euren Alltag aus. Am besten tut ihr dies regelmäßig, etwa einmal pro Woche. Ob bei einem Spaziergang, in einem Café, zu Hause am Küchentisch oder, wenn ihr in einer Fernbeziehung lebt, per Video-Call.
Trigger erkennen und teilen
Trigger sind dauerhaft verletzliche Schwachstellen, die meistens schon da waren, bevor ihr euch kennengelernt habt. Einen Trigger erkennst du, wenn ein Streit durch verletzende Erfahrungen aus der Vergangenheit eskaliert ist. Wenn du merkst, dass ein solcher Trigger eine Rolle in deinem Leben spielt, erzähle deiner*m Partner*in, was dir in der Vergangenheit passiert ist. So kann er oder sie deine besondere Empfindlichkeit verstehen und weiß, warum etwas für dich ein Trigger ist.
Eskalation rechtzeitig stoppen
Wird ein Streit zu hitzig, kann eine Pause helfen. Vereinbart miteinander, das Gespräch später fortzusetzen, wenn ihr beide ruhiger seid. In einer hoch emotionalen Situation lassen sich keine Konflikte klären. Legt ein Stoppsignal fest, dass ihr setzen können, wenn es euch zu viel wird oder das Gespräch zu eskalieren droht.
Was kannst du als erkrankte Person für eure Beziehung tun?
Eigene Grenzen akzeptieren
Pacing – das bewusste Einteilen der eigenen Energie – ist keine Schwäche oder gar Faulheit, sondern die wichtigste Behandlungsstrategie.
Hilfe von außen holen
Selbsthilfegruppen, Beratung, Therapie können für deine*n Partner*in und dich eine wichtige Unterstützung bieten. Dort kannst du Menschen treffen, die verstehen, was du durchmachst.
Offen kommunizieren
Dein*e Partner*in kann deine Bedürfnisse nur verstehen, wenn du ehrlich sagst, wie es dir wirklich geht.
Was kannst du als gesunde Person für eure Beziehung tun?
Selbstfürsorge
Du bist keine Hilfe, wenn du selbst zusammenbrichst. Freund*innen treffen, Hobbys und ggf. therapeutische Unterstützung – all das ist legitim und notwendig.
Realistische Erwartungen
Dein*e Partner*in kann sich nicht einfach „zusammenreißen" – das verschlimmert die Symptome. Die Krankheit ist real und organisch.
Wissen aufbauen & Schutz bieten
Je besser du Long-Covid verstehst, desto weniger Raum gibt es für Missverständnisse. In sozialen Situationen fällt es schwer, Grenzen zu setzen. Hilf deiner Beziehungsperson dabei. Erkläre anderen die Situation. Halte ihm*ihr den Rücken frei.
Expert*innen Interviews
Long-Covid in der Partnerschaft
Wie beeinflusst Long-Covid meine Paarbeziehung?
Long-Covid führt häufig zu einer Neuverteilung der Verantwortlichkeiten in der Partnerschaft. Die erkrankte Person verliert oft ihre bisherigen Rollen, während die gesunde Person plötzlich fast alles übernimmt – Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung, Haushalt und möglicherweise noch die Pflege. Diese Situation kann zu einem Machtungleichgewicht führen, das die Beziehungsdynamik erheblich belastet. Beide Partner*innen leiden auf unterschiedliche Weise: Die erkrankte Person kämpft häufig mit Scham und dem Eindruck, zur Last zu fallen, während die gesunde Person häufig erschöpft, überfordert und am Limit ist.
Long-Covid, oft verbunden mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), ist eine organische Erkrankung, die durch virale Infektionen ausgelöst wird (mehr zu ME/CFS siehe www.mecfs.de). Besonders belastend ist die Post-Exertionelle Malaise – eine deutliche Verschlechterung aller Symptome nach bereits geringsten Anstrengungen, die oft erst Stunden oder Tage später eintritt. Dies macht den Alltag unberechenbar: Ein kurzes Gespräch oder Duschen können einen mehrtägigen Einbruch auslösen. Gemeinsame Pläne müssen ständig abgesagt werden, kognitive Einschränkungen erschweren tiefere Gespräche, und Zukunftspläne müssen neu gedacht oder aufgegeben werden.
Trotz dieser Herausforderungen schaffen es viele Paare, gemeinsam durch diese schwere Zeit zu gehen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen. Entscheidend sind offene Kommunikation über Gefühle und Grenzen, gegenseitiges Verständnis für die jeweilige Belastung, das bewusste Einteilen von Energie durch Pacing sowie externe Unterstützung durch Verwandte, Freund*innen, Selbsthilfegruppen oder Beratung und Therapie. Long-Covid verändert das Leben grundlegend, aber die Beziehung kann eine Ressource sein, wenn beide Partner*innen bereit sind, neue Wege zu gehen.
Warum ist Psychologisierung der Erkrankung ein Problem?
Viele Betroffene erleben, dass ihre Erkrankung als „psychisch" abgetan wird. Das ist oft fachlich falsch und gefährlich. Long-Covid ist eine organische Erkrankung mit neurologischen und immunologischen Ursachen. Falsche Behandlungsansätze – etwa aktivierende Therapien – können zu dauerhaften Verschlechterungen führen.
Natürlich entstehen durch die Erkrankung auch psychische Belastungen wie Angst und Depression. Diese sind aber Folge, nicht Ursache. Als Paar ist es wichtig, gemeinsam Ärzt*innen zu finden, die Long-Covid verstehen und einander zu bestärken, wenn andere die Krankheit bagatellisieren.
Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Long-Covid und ME/CFS?
Infos & Selbsthilfe:
https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/
https://www.fatigatio.de/
https://longcoviddeutschland.org/
https://www.bmg-longcovid.de/
https://www.long-covid-plattform.de/long-covid
Podcasts & Radiosendungen:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/1live/f__k-forward/audio-wie-sich-long-covid-auf-
beziehungen-auswirkt-100.html
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/alles-anders-was-long-covid-mit-unseren-
beziehungen-macht
https://www.ardaudiothek.de/sendung/fighting-long-covid-visa-vie-und-ihr-kampf-gegen-
die-corona-folgen/urn:ard:show:0e75e344f3404374/
https://www.hr2.de/podcasts/der-tag/long-covid-der-kampf-um-anerkennung,podcast-
episode-146738.html
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