Pornokonsum / Pornosucht

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Die Frage, was beim Thema "Porno" normal ist und was nicht, beschäftigt viele Menschen. In unserer Geselllschaft ist die Nutzung von Pornografie nach wie vor ein Tabuthema. Bei manchen lösen die Filmszenen vielleicht Verwirrung oder Ekel aus, bei anderen tragen sie zu einem erhöhten Lustempfinden bis zur Ekstase bei. Für manche kann es auch befreiend sein, festzustellen: Es gibt noch andere Menschen, die sich für dieses eine sexuelle Thema interessieren - ganz nach dem Motto "Wenn du es dir vorstellen kannst, gibt es auch Pornos dazu. Und das bedeutet: Es gibt auch noch andere Menschen, die das geil finden." (Madita Oeming, Porno)

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man and woman holding hands

Fragen und Antworten

Wie viel Pornokonsum ist normal?

Was ist beim Pornokonsum das "richtige Maß"? Die Antwort darauf ist nicht pauschal, sondern für jede Person individuell zu beantworten: Solange du dich wohl fühlst mit der Häufigkeit und den Inhalten deines Pornokonsums und du deinen Alltag gut bewältigen kannst und es für dich und andere kein Problem darstellt, ist es in den meisten Fällen auch erstmal keins. 

Wenn du allerdings merkst, dass dein Pornokonsum zu einem zentralen Inhalt deines Lebens wird, er dir ein unangenehmes Gefühl macht, er zu unpassendem sexuellen Verhalten führt, du negative Konsequenzen davon zu erwarten hast und wiederholte Aufhörversuche gescheitert sind, solltest du dich an eine Fachperson wenden.

Was sind Anzeichen einer Pornosucht?

Ausschlaggebend in Bezug auf deinen Pornokonsum ist die Frage, ob du eine Kontrolle darüber ausüben kannst oder ob es dein Pornokonsum wie ein unkontrollierbarer, andauernder Drang anfühlt. Wenn du also den Eindruck hast, die Kontrolle über dein Konsumverhalten zu verlieren, in eine Machtlosigkeit abzurutschen und es nicht mehr steuern zu können und dein Konsum zu beruflichen oder privaten Konsequenzen führt, weil du zum Beispiel deine Arbeit vernachlässigst oder es zu einem ernsthaften Problem in deiner Paarbeziehung wird, frage eine*n Sexualtherapeut*in um Rat. 

Welche Auswirkungen hat Pornokonsum auf meine psychische Gesundheit?

Manche Menschen entwickeln in Bezug auf ihren Pornokonsum ein selbstverachtendes Verhalten. Es kann zum Beispiel sein, dass du die Inhalte der Filme, die du gerne anschaust, eigentlich moralisch nicht in Ordnung findest und darüber ein Leidensdruck entsteht - oder dass du dich wegen der Häufigkeit deines Pornokonsum schämst und mit inneren Stimmen selbst runter machst. Die entscheidende Frage bei Pornokonsum und psychischer Gesundheit ist daher nicht an die Inhalte oder die Häufigkeit geknüpft, sondern vielmehr: "Wie geht es mir mit mir, wenn ich mich so verhalte?" 

Weil Pornos fiktionale Inhalte darstellen und nicht die Wirklichkeit, können sie auch starken Einfluss auf dein Körperbild und Körpergefühl und deine Vorstellungen von "gutem Sex" nehmen.

Auf der anderen Seite können Pornos deine psychische Gesundheit auch stabilisieren, beispielsweise weil du dich nun endlich deinen Kink oder Fetisch akzeptieren kannst und dich in deiner Sexualität mehr Zuhause fühlst.

Forschungsergebnisse, Mythen und Fakten

Pornos sind kein Nischenphänomen. Pornos schauen ist völlig normal. Darüber sprechen ist nur leider sehr schambesetzt. Deswegen wissen wir kaum darüber Bescheid, dass andere Menschen die gleichen Videos gut finden. Nur die Suchmaschinendaten von Pornhub und ähnlichen Plattformen geben uns darüber Auskunft, dass auch andere Menschen ähnliche sexuelle Interessen haben wie wir. 

"Im schlechtesten Fall sind Pornos eine ungesunde Flucht aus schwierigen Gefühlen, die zur Lüge in unseren Partnerschaften werden und unser negatives Körperbild oder aggressive Veranlagung verstärken. Im besten Fall sind Pornos ein befreiendes Unterhaltungsmedium, das uns bei der Selbstakzeptanz unterstützt, uns klarer mit unseren Parnter*innen kommunizieren und gemeinsam wie allein sexuell zufriedener sein lässt." (Madita Oeming, Porno)

Welche Auswirkungen hat mein Pornokonsum auf meine Sexualität?

Auch auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Pornos können auf deine Sexualität eine große positive Auswirkung haben, indem sie zum Beispiel deine sexuellen Fantasien anregen oder dir dabei helfen, deine sexuellen Vorlieben herauszufinden. Sie können deine Erregung steigern und auch euch als Paar zu sexuellem Genuss verhelfen. Sie können normalisieren und entschämen, sie können genauso beschämen und erschrecken. Pornos können dein Erregungsmuster verfestigen und dich so unflexibler machen, sie können bei übermäßigem Konsum und häufiger Masturbation zu Wunden und Verletzungen führen; sie können aber genauso dafür sorgen, dass du etwas Neues über dich und deine Lust entdeckst, dass du vorher noch nicht wusstest. "Pornos sind das, was wir draus machen!" (Madita Oeming, Porno)

Wie kann ich meine Pornosucht kontrollieren?

Wenn du den Eindruck hast, deinen Pornokonsum nicht mehr kontrollieren zu können, hol dir professionelle Unterstützung. Bis zum ersten Termin kannst du schon unterschiedliche Dinge ausprobieren: Wie wäre es beispielsweise, mal den Laptop oder dein Handy wegzudrehen und nur das Tonmaterial zu nutzen? Was verändert das? Umgekehrt kannst du auch den Ton eines Videos ausschalten und prüfen, was das für dich verändert. Wahrscheinlich hast du auch schon viel eigenes ausprobiert, um deinen Konsum zu reduzieren, wenn er dich belastet. Meistens spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle, wenn du den Eindruck hast, dass du vielleicht sex-süchtig bist. In einer Sexualtherapie kannst du lernen, welche Auslöser für dein Verhalten ausschlaggebend sind und wie du sie verlernst bzw. umdeutest.

Ein Hinweis auf Grenzen

Nach dem Strafgesetzbuch macht sich jemand strafbar, wenn er einer Person unter 18 Jahren einen pornographischen Inhalt anbietet, überlässt oder zugänglich macht. Unabhängig vom Alter ist es immer strafbar, einer anderen Person ohne Aufforderung pornographische Inhalte zu zeigen oder zu schicken. 

Bei Inhalten von Pornographie kommt es vor allem auf die Einvernehmlichkeit an. Denn wenn etwas ohne Einvernehmen geschieht, ist es Gewalt. Das betrifft sowohl den Sex selbst, das Filmen von sexuellen Handlungen, als auch die Veröffentlichung gefilmter Inhalte. 

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